Links zu den Römern am Rhein und anderswo
An vielen Orten, nicht nur am Rhein, haben die Römer Spuren hinterlassen. In Museen, Ausgrabungsstätten und anderen Einrichtungen wird die Zeit des Imperium Romanum und seiner Provinz Germania inferior (Germania secunda) wieder lebendig. Die folgende Linkliste gibt – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – Hinweise auf Ausstellungen und Ausflugsziele.
Aktuelle Ausstellung
Landesausstellung „Fundgeschichten. Archäologie in Nordrhein-Westfalen“
Alle fünf Jahre präsentiert die archäologische Landesausstellung neue Funde und Ausgrabungen in Nordrhein-Westfalen, diesmal unter dem Titel „Fundgeschichten“. Die Ausstellung bietet eine Zeitreise durch 400 Millionen Jahre Fundgeschichte(n) aus der faszinierenden Welt der Archäologie, zunächst vom 19. März bis 14. November 2010 im Römisch-Germanischen Museum Köln und ab 16. April 2011 im LWL-Museum für Archäologie in Herne.
Orte von A bis Z
Aachen
Im Stadtmuseum Burg Frankenberg ist Aquae Granni, wie Aachen zur Römerzeit hieß, eine kleine Abteilung gewidmet. Ein Schwerpunkt ist die Darstellung der Heil- und Badequellen.
Bad Münstereifel
Wie die Römer den in großen Mengen benötigten Baustoff Kalk herstellten, lässt sich in der ausgegrabenen und teilweise rekonstruierten Kalkbrennerei im Ortsteil Iversheim nacherleben.
Bonn
Das LVR-LandesMuseum Bonn ist das größte Museum des Landschaftsverbands Rheinland. Es ermöglicht einen Blick auf die Kulturgeschichte der Region zwischen Aachen und Essen, Kleve und Bonn. Dabei kommt auch die römische Epoche nicht zu kurz.
Eifel
Das Trinkwasser für das römische Köln kam aus der Eifel. Über eine fast hundert Kilometer lange, mit großem Aufwand trassierte, gebaute und gewartete Leitung wurde das Wasser aus Quellen in der Eifel in die Stadt geleitet. Mehr darüber erfährt man beim Freundeskreis Römerkanal.
Haltern am See
In Haltern am See, dem wichtigsten Römerstandort in Westfalen, sind zentral die bedeutendsten Funde aus allen Römerlagern an der Lippe ausgestellt. Im rechtsrheinischen Germanien waren vor 2000 Jahren mehr Legionäre stationiert als irgendwo sonst im Römischen Reich. Das 1993 vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) errichtete Römermuseum lässt die Geschichte der Römer in Westfalen lebendig werden.
Herne
Ohne die Arbeit der Archäologen bliebe uns die Welt der Römer weitgehend verborgen. Das LWL-Museum für Archäologie in Herne ist das zentrale Schaufenster der Archäologie in Westfalen. Es gehört zu den modernsten archäologischen Museen in Europa. In einem Forscherlabor lernen die Besucher die Methoden kennen, mit denen Wissenschaftler die Spuren der Vergangenheit entschlüsseln.
Köln
Die Stadt Köln wurde von den Römern gegründet. Die Colonia Claudia Ara Agrippinensium war Hauptstadt der Provinz Germania inferior (Germania secunda). Das römische Mosaik mit Szenen aus der Welt des Dionysos und der rekonstruierte Grabbau des Legionärs Poblicius sind wohl die bekanntesten Werke des Römisch-Germanischen Museums in Köln.
Das Praetorium, der Amtssitz des Provinz-Statthalters, und ein römischer Abwasserkanal können ebenfalls besichtigt werden.
Ein dreidimensionales Modell des römischen Köln ist im Entstehen begriffen.
Die ehemalige römische Staatsstraße von Köln nach Trier ist über weite Strecken im Gelände noch erfahrbar.Als interkommunales Projekt unter der Federführung von Erftstadt soll die sogenannte Agrippa-Straße in ihrem landschaftsprägenden Charakter wieder dargestellt werden. „Erlebnisraum Römerstraße“ ist ein Projekt im Rahmen der Regionale 2010.
Neuss
„Novaesium, alias Neuss“ lautet der Titel der umfangreichen Internetseite des Archäologen Jürgen Franssen über Geschichte und Archäologie des römischen Neuss.
Einblicke in das römische Neuss gewährt zudem eine Dauerausstellung im Clemens-Sels-Museum.
Xanten
Auf dem Gelände der einstigen Römerstadt Colonia Ulpia Traiana lädt Deutschlands befindet sich Deutschlands größtes archäologisches Freilichtmuseum. Das 2008 eröffnete neue RömerMuseum mit der freigelegten römischen Therme bietet eine faszinierende Ausstellung in einem spektakulären Bauwerk.
Zons
Römische Spuren finden sich auch in Zons, das einst mit Haus Bürgel auf derselben Rheinseite lag. Im Mittelalter bauten die Zonser ihre erste Kirche, die Maternus-Kapelle, im Innenhof von Haus Bürgel. Darüber und vieles anderes mehr berichtet die Internetseite Zonser Geschichte von Dr. Thomas Schwabach.
Zülpich
Die Badekultur ist keine Erfindung der Römer, aber sie haben sie weiterentwickelt. Neu ist bei ihnen die Standardisierung des Badens im gesamten Römischen Reich über eine genau definierte Abfolge von Badegängen in öffentlichen Badehäusern. Badekultur war Bestandteil des täglichen Lebens, auch in den Provinzen. Im Museum der Badekultur in den ehemaligen Zülpicher Römerthermen ist das auf anschauliche Weise erlebbar.
Und: Von Bürgel nach Bürgle
Ein ehemaliges Römerkastell namens Bürgle gibt es in Bayern zwischen Gundremmingen und Aislingen im Landkreis Günzburg, Regierungsbezirk Schwaben.